Evidenzbasiertes Informationszentrum für Pflegende in Niederösterreich eröffnet

Mal eine gute Nachricht aus Österreich …

Evidenzbasierte Antworten mit der Auswertung aktueller Studienergebnisse zu eigenen Fragestellungen – und das kostenlos!
Für niederösterreichische Ärzte gibt es diesen Service schon länger, zukünftig steht diese Möglichkeit der Anforderungen sog. „Rapid Reviews“ auch Pflegepersonen in dem österreichischen Bundesland zur Verfügung. Die Ergebnisse stehen auf ebminfo.at bzw. ebninfo.at der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das Evidenzbasierte Informationszentrum für Ärztinnen bzw. Pflegende ist ein Projekt von Cochrane Österreich am Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems.
Hier geht es zur aktuellen Pressemeldung: https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2019/informationstransfer-zwischen-wissenschaft-und-pflegenden-0.html 

 

Hier geht es zur aktuellen Pressemeldung: https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2019/informationstransfer-zwischen-wissenschaft-und-pflegenden-0.html  

Open Access aus der Perspektive der Medizin an der Universitätsbibliothek Würzburg (GMS MBI 2019/1-2)

Diana KLEIN: Open Access aus der Perspektive der Medizin an der Universitätsbibliothek Würzburg

Zusammenfassung: Die Universität Würzburg unterstützt und fördert ihre WissenschaftlerInnen seit vielen Jahren beim Open-Access-Publizieren. Die Universitätsbibliothek informiert und berät die AutorInnen rund um den Publikationsprozess. Der Artikel beschreibt die verschiedenen Angebote und geht dabei besonders auf die Situation im Fach Medizin ein.

Schlüsselwörter: Universität Würzburg, Open Access, Publikationsfonds, institutionelles Repositorium, Erfahrungsbericht

Open Access an der Medizinischen Universität Wien: Status und Perspektiven aus dem Blickwinkel der Bibliothek (GMS MBI 2019/1-2)

Bruno BAUER, Helmut DOLLFUSS und Daniel FORMANEK: Open Access an der Medizinischen Universität Wien: Status und Perspektiven aus dem Blickwinkel der Bibliothek

Zusammenfassung: Die MedUni Wien gehört in Österreich zu den publikationsstärksten Universitäten. Ein beachtlicher Anteil dieser Veröffentlichungen fällt bereits in den Bereich Open Access, nicht zuletzt durch die Initiativen der österreichischen Universitätsbibliotheken und Forschungsinstitute, die gemeinsam sogenannte Transition-Verträge mit Open-Access-Komponente mit großen Verlagen abschließen konnten. Im Folgenden wird diese Entwicklung aus Sicht der Universitätsbibliothek der MedUni Wien beschrieben, Analysen werden dargestellt und zukünftige Entwicklungen besprochen.

Schlüsselwörter: Medizinische Universität Wien, Universitätsbibliothek, Open Access, Publikationsoutput, Open-Access-Transformation, Austrian Transition to Open Access (AT2OA), Kooperation E-Medien Österreich (KEMÖ), Repositorium, Erfahrungsbericht

Schaufenster: Open Access an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen (GMS MBI 2019/1-2)

Diana MADER, Ute GRIMMEL-HOLZWARTH und Hennecke NOELL: Schaufenster: Open Access an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen

Zusammenfassung: Mit der Verabschiedung der Open-Access-Policy im Februar 2013 verpflichtet sich die Eberhard Karls Universität Tübingen, die an den Instituten erhobenen wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst frei zugänglich zu machen und damit den Nutzen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu maximieren. Um diese Verpflichtung zu unterstützen, bietet die Universitätsbibliothek Tübingen Hilfestellung rund um das Publizieren an. Aber wird diese Unterstützung von Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insbesondere aus dem Fachbereich Medizin angenommen? Wie sieht das Publikationsverhalten der Fachgemeinschaft aus, und durch welche Faktoren wird es beeinflusst? Dieser Beitrag beschreibt das Gold-Open-Access-Publikationsverhalten der Tübinger Medizinerinnen und Mediziner anhand aus Web of Science gewonnenen Daten und bietet einen Einblick in die Veröffentlichungskultur in Tübingen in den letzten fünf Jahren.

Schlüsselwörter: Open Access, Open-Access-Policy, Publikationsverhalten, Publikationsfonds, Medizinische Fakultät Tübingen, Journal Impact Factor, Directory of Open Access Journals, Eberhard Karls Universität Tübingen, Erfahrungsbericht

Forscher inmitten von Open Access und DEAL-Verhandlungen. Teil 1: Open-Access-Aktivitäten (GMS MBI 2019/1-2)

Oliver OBST: Forscher inmitten von Open Access und DEAL-Verhandlungen. Teil 1: Open-Access-Aktivitäten

Zusammenfassung:
Ziel: In dieser Studie sollte zum einen untersucht werden, inwieweit die Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Universität Münster Open Access publizieren, und ob sie über die Open-Access-Aktivitäten der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Bescheid wissen (Teil 1). Zum andern sollte ihr Wissen und ihre Meinung über die DEAL-Verhandlungen die Wege der Ersatzbeschaffung von nicht zugänglichen Zeitschriften-Artikeln abgefragt werden (Teil 2).
Methode: Online-Umfrage mittels Surveymonkey unter allen Wissenschaftler der medizinischen Fakultät via eines Email-Verteilers des Dekanats. Der Fragebogen bestand aus 14 Fragen, für Teil 1 wurden die ersten 7 Fragen ausgewertet.
Ergebnisse: 384 Fragebögen konnten ausgewertet werden. 63% hatten bereits mindestens einmal Open Access publiziert. 61% wussten über den Publikationsfonds der ULB vor der Umfrage Bescheid, 38% wurden durch Kollegen auf ihn aufmerksam gemacht und 35% durch Aktivitäten der Bibliothek (Mehrfachnennungen). 21% aller Antwortenden hatten bereits einmal einen Antrag beim Fonds gestellt; von denen, die von ihm wussten, waren dies mit 35% deutlich mehr. Hauptsächliche Finanzierungsquelle für Open-Access-Publikationen waren jedoch eigene Fördermittel (57%) oder solche der Institution (44%). Hauptausschlaggebend für die Publikation in einer Open-Access-Zeitschrift war deren Impact Faktor (84%), gefolgt von ihrem guten Ruf (62%).
Fazit: Etwa zwei Drittel der Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Universität Münster wussten gut Bescheid über die Bewertung von Open-Access-Zeitschriften, nutzten die Möglichkeit dort zu publizieren, kannten Fördermöglichkeiten und hatten offensichtlich keine Probleme, die Article Processing Charges (APC) zu bezahlen. Dabei stellte sich ein deutlicher Unterschied zwischen Senior und Junior Scientists heraus: Ältere, etablierte Wissenschaftler waren nicht so sehr auf Impact-starke, karrierefördernde Journals angewiesen; sie konnten es sich leisten, in kleineren, unbekannten Zeitschriften zu publizieren; sie hatten mehr Open-Access-Erfahrungen als die Nachwuchsforscher und wussten besser Bescheid über die Fördertöpfe in der Bibliothek.
Schlüsselwörter: Open Access, Publikationsfonds, Universität Münster, medizinische Fakultät