Alumni und Bibliotheksressourcen: Remote access zum Schockpreis

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Anläßlich einer entsprechenden Dekanatsanfrage (man will ja was tun für diese neu entdeckte und heftig beworbene Klientel) haben wir mal bei verschiedenen Verlagen um Alumni-Angebote gebeten und waren doch baff erstaunt über die Antworten (if any). Als erstes hat mich gewundert, dass viele Zeitschriften nicht über sowas nachgedacht haben und kein entsprechendes Geschäftsmodell haben. Und auch unter (deutschen) Bibliotheken waren Präzedenzfälle nicht zu finden, wie mir Agenturen zuverlässig berichteten. Anfragen ja, aber keine Umsetzung.

Wie dem auch sei, nach hartnäckigem Bohren („wollen Sie keine Datenbank kaufen, da sind Alumni-Optionen kein Problem“) bekamen wir genügend Angebote ins Haus, um auf unseren Komplettbestand hochrechnen zu können. Was meinen Sie, wieviel man zusätzlich auf den Tisch legen muß, um die drei Alumni-Downloads am Tag befriedigen zu können? (Mehr sind es nicht, siehe A Library Card Under the Christmas Tree) Im Dekanat wurde es anderntags auf einmal sehr still, als ich die Zahlen vorstellte: Man muß tatsächlich (mindestens) noch einmal diesselbe Summe drauflegen, die man bereits für Zeitschriften ausgibt. Es würden also – bei unserem Zeitschriftenetat von 600.000€ – zusätzliche Kosten in Höhe von 800.000 – 1.000.000 € anfallen. 😯

Ich finde das Angebot nicht, aber ein gutes Beispiel ist das American Journal of Physiology, für dessen Alumni-Version APS 3.000 USD haben wollte.

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